Zum Jahrestag im Herbst 2014 stand Berlin wieder im Zentrum der weltweiten Aufmerksamkeit. Basierend auf dem großen Erfolg des Jubiläums 20 Jahre Mauerfall wurden wir vom Berliner Senat mit der Konzeption und Organisation der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag beauftragt. Nur noch die Hälfte der Berliner kennt die Mauer aus eigenem Erleben. Da lag der Gedanke nahe, zum Jubiläum zu zeigen, wo genau die Mauer 28 Jahre lang die Stadt durchschnitten hat und welche Dramen sich dort abgespielt haben.

LICHTGRENZE

Die temporäre Lichtinstallation aus leuchtenden weißen Ballons war vom 7. bis zum 9. November der stimmungsvolle Höhepunkt des Jubiläums. Sie zeichnete den ehemaligen innerstädtischen Mauerverlauf auf einer Strecke von 15 Kilometern nach. Emotional und zugleich ernsthaft wurde an den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 erinnert. Damals gingen die Bilder von den jubelnden Menschen am Brandenburger Tor um die Welt und prägten sich als Symbol für die wiedergewonnene Freiheit ein.

Mauergeschichten

Die Open-Air-Ausstellung „100 Mauergeschichten“ begleitete die LICHTGRENZE. Alle 150 Meter erinnerte eine Tafel am authentischen Ort an ein Ereignis, das sich in Grenznähe zugetragen hat. Berührende Texte und historische Fotos warfen Schlaglichter auf die deutsch-deutsche Vergangenheit und luden zu einem Streifzug durch das geteilte Berlin ein. Eingebettet in die pulsierende Kulisse der Hauptstadt, zeigte die Ausstellung zugleich, wie gravierend sich das Gesicht der Stadt seit dem Mauerfall verändert hat.

Ballonaktion

Rund 8000 Ballonpaten kamen mit Freunden und Familien am Abend des 9. November zu ihren jeweiligen Ballons und aus der LICHTGRENZE wurde eine Menschenkette. Wie 1989 überwanden unzählige Menschen gemeinsam die Teilung der Stadt, indem sie symbolisch die Ballons aufstiegen ließen. Jeder Ballon trug eine persönliche Botschaft. Am Brandenburger Tor ließen der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, gemeinsam mit Bürgerrechtlern der ehemaligen DDR-Opposition, dem Bundespräsidenten Joachim Gauck und politischen Zeitzeugen die ersten Ballons steigen. Mit dabei waren u. a. Michael Gorbatschow, Lech Walesa, Hans-Dietrich Genscher sowie Freya Klier, Wolf Biermann, Ulrike Poppe, Walter Momper, Martin Schulz und Mohammed Yunus. Zum Ballonaufstieg dirigierte Daniel Barenboim am Brandenburger Tor den 4. Satz der 9. Sinfonie von Beethoven („Ode an die Freude“).






 

 

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