Fragen und Antworten rund um das Stipendien-Sonderprogramm für Berliner Künstler*innen und Kurator*innen

Alle wichtigen Informationen zum Stipendienprogramm sind hier übersichtlich in unseren FAQs zusammengefasst. Sollten sich darüber hinaus weitere Fragen ergeben, können Sie unser Service-Team über die Hotline 030-24 749 800 werktags zwischen 9 und 18 Uhr erreichen. Fragen können auch per E-Mail unter stipendium@kulturprojekte.berlin eingereicht werden. Wir versuchen schnellstmöglich behilflich zu sein. For FAQs in english click here.

1. An wen richtet sich das Programm?


Das Stipendien-Sonderprogramm richtet sich an selbstständige professionelle Berliner Künstler*innen und Kurator*innen. Eine Auflistung der relevanten Berufsfelder finden Sie unter Punkt 5.

2. Mit welchem Ziel werden Sonder-Stipendien an Berliner Künstler*innen und Kurator*innen vergeben?


Mit der Vergabe der Stipendien soll die känstlerische und kuratorische Praxis professioneller Berliner Künstler*innen und Kurator*innen gefördert werden und ein Beitrag zur Abfederung der Covid-19-bedingten Einschränkungen im Kulturbereich geleistet werden.

3. Wie viele Stipendien werden vergeben?


Es werden - nach Maßgabe zur Verfügung stehender Mittel - bis zu 2.000 Sonder-Stipendien vergeben.

4. In welcher Höhe werden Stipendien vergeben?


Die Auszahlung des Stipendiums erfolgt als einmaliger, nicht rückzahlbarer Festbetrag in Höhe von 9.000 €. Das bedeutet, dass den Stipendiat*innen für einen Zeitraum von 6 Monaten eine monatliche Zuwendung von 1.500 € zur Verfügung steht.

Für Antragstellende, die einen Schwerbehindertengrad von mindestens 50% nachweisen können, ist bei Bewilligung des Stipendiums eine Aufstockung des Stipendiums für Assistenzkosten/Accesskosten um monatlich bis zu 800 € möglich. Die Höhe und Art der benötigten Assistenz- oder Accesskosten sind im Antragsformular anzugeben. Nähere Erläuterungen finden Sie unter Punkt 35.

5. Wer kann ein Sonder-Stipendium beantragen?


Formale Voraussetzung für die Gewährung eines Stipendiums ist die Ausübung einer professionellen, selbstständigen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit in einer oder mehrerer der folgenden Berufsgruppen:

  • literarische Autor*in, literarische Übersetzer*in, Dichter*in,
  • Maler*in, Zeichner*in, Illustrator*in *Comiczeichner*in
  • Bildhauer*in
  • Konzeptkünstler*in, Experimentelle*r Künstler*in
  • Performance-*Aktionskünstler*in
  • Medienkünstler*in, Videokünstler*in
  • Künstlerische*r Fotograf*in
  • Kurator*in im Bereich Bildende Kunst
  • Komponist*in
  • Klangkünstler*in
  • Dirigent*in, Chorleiter*in, Musikalische*r Leiter*in
  • Kurator*in im Bereich Musik
  • Musiker*in
  • Sänger*in
  • Bühnendarsteller*in
  • Tänzer*in
  • Puppen-, Marionetten-, Figuren-/Objektspieler*in
  • Regisseur*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz
  • Choreograf*in, Ballett-*Tanzmeister*in
  • Dramaturg*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz
  • Kurator*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz
  • Bühnenbildner*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz
  • Kostümbildner*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz
  • Maskenbildner*in im Bereich Darstellende Künste/ Tanz

Die professionelle selbstständige künstlerische Tätigkeit ist durch die entsprechende Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse nachzuweisen.

Alternativ kann bei fehlender Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse die Voraussetzung der professionellen und selbständigen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit in einer der genannten Berufsgruppen im Rahmen einer Einzelfallprüfung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa festgestellt werden. Die Einzelfallprüfung findet auf der Grundlage des eingereichten künstlerischen Portfolios und Lebenslaufs statt (mehr Informationen unter den Punkten 21 und 22).

Antragsberechtigt sind nur Einzelpersonen.

6. Wer wird nicht gefördert?


Vereine, Unternehmen, Kollektive, Verbandsstrukturen etc. sind von der Förderung ausgeschlossen. Das Stipendienprogramm richtet sich ausschließlich an Einzelpersonen.

Antragstellende, die keiner professionellen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit nachgehen (z. B. im Rahmen von Laienkünstlerverbänden und Amateurverbänden) oder sich in einem hauptberuflichen Angestelltenverhältnis befinden, sind ebenfalls von der Förderung ausgeschlossen.

Student*innen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung im In- oder Ausland immatrikuliert sind, können sich ebenfalls nicht bewerben. Dies gilt auch für Studierende, die mit dem Ziel der Promotion an einer Hochschule/Universität eingeschrieben/registriert sind.

Antragstellende, deren polizeiliche Anmeldung in Berlin (1. Wohnsitz) nach dem 11.03.2020 datiert ist, sind nicht antragsberechtigt.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn die*der Antragstellende im Jahr 2020 aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa bereits ein Stipendium erhalten hat. Dies gilt auch für Stipendien aus Landesmitteln, die durch landeseigene Einrichtungen ausgegeben werden. Dies gilt nicht für Stipendien, die zwar aus Landesmitteln finanziert, aber über nicht-landeseigene Einrichtungen ausgegeben wurden (z. B. Alfred-Döblin-Stipendien).

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn die*der Antragstellende bereits ein Stipendium aus Corona-bedingten Sonderprogrammen des Bundes (NEUSTART KULTUR) erhalten hat.

Sollte die*der Antragstellende sich parallel für ein Stipendium aus einem Corona-bedingten Sonderprogramm des Bundes bewerben, gilt: Es ist das Stipendium anzunehmen, das zuerst bewilligt wird (hier gilt das Datum des Bewilligungsbescheids oder anderer vertraglicher Abschlüsse zur Förderung). Eine Doppelförderung ist auszuschließen. D.h.
a) erfolgt zuerst eine Bewilligung durch SenKultEuropa, ist der Förderer, bei dem parallel beantragt wurde, zu informieren.
b) erfolgt zuerst eine Bewilligung aus einem Bundesprogramm, ist SenKultEuropa zu informieren. Der Antrag wird dann bei SenKultEuropa nicht mehr berücksichtigt.

Ausgeschlossen von der Beantragung sind überdies alle Mitarbeitenden der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und Mitarbeitende der Kulturprojekte Berlin GmbH.

7. Wie weise ich meine KSK-Mitgliedschaft nach?


Bitte halten Sie für den Nachweis Ihrer KSK-Mitgliedschaft Ihre Mitgliedsnummer und folgende Unterlagen bereit:

Scan der Mitgliedsbescheinigung ODER jährliche Beitragsabrechnung 2019 UND in jedem Fall der Scan eines Kontoauszugs, aus dem eine Beitragszahlung für die Monate März oder April 2020 an die KSK ersichtlich ist. Sollte der Mitgliedsbeitrag zu dem Zeitpunkt gestundet worden sein, ist der Stundungsbescheid einzureichen.

Sollte Ihnen Ihre Mitgliedsbescheinigung nicht vorliegen, kann diese bei der KSK telefonisch oder per E-Mail angefordert werden.

8. Ich bin kein Mitglied der KSK. Wie weise ich meine professionelle künstlerische oder kuratorische Tätigkeit nach?


Bei fehlender Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse wird die Voraussetzung der professionellen und selbständigen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit in einer der genannten Berufsgruppen aufgrund der eingereichten Unterlagen (Punkt 20) im Rahmen einer Einzelfallprüfung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa festgestellt.

9. Mein Zweitwohnsitz ist in Berlin. Ich bin jedoch mit meinem ersten Wohnsitz in einem anderen Bundesland gemeldet. Kann ich mich trotzdem um ein Sonder-Stipendium bemühen?


Nein.

10. Muss ich über den gesamten Stipendienzeitraum in Berlin mit erstem Wohnsitz gemeldet sein?


Ja. Bis 6 Monate nach Erhalt des Bescheides müssen Sie in Berlin mit erstem Wohnsitz gemeldet sein.

11. Ich verfüge über keine deutsche Staatsangehörigkeit, bin aber spätestens seit dem 11.03.2020 polizeilich in Berlin mit erstem Wohnsitz gemeldet. Kann ich mich um ein Sonder-Stipendium bewerben?


Ja. Bei Nicht EU-Bürger*innen ist dem Antrag zusätzlich ein Scan des Aufenthaltstitels oder die Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht sowie ein Scan des Ausweisdokumentes oder Passes (beidseitig) beizufügen.

12. Ab wann und bis wann kann ich mich bewerben?


Anträge können vom 31.08.2020 (12 Uhr, MESZ) bis zum 11.09.2020 (18 Uhr, MESZ) ausschließlich online auf der Antragswebseite von Kulturprojekte Berlin gestellt werden. Anträge auf dem Postweg sind nicht zulässig. Achtung: Der zeitliche Eingang Ihres Antrags während der Frist hat keine Auswirkungen auf das Auswahlverfahren. Alle formal geprüften und vollständigen Anträge werden gleichberechtigt bearbeitet. Bitte nutzen Sie deshalb den gesamten Antragszeitraum.

13. Wie viel Zeit benötige ich für die Bearbeitung des Online-Antrags?


Liegen Ihnen alle benötigten Angaben und Unterlagen vollständig vor, sollte eine Bearbeitung des Antrages innerhalb von ungefähr 30-45 Minuten möglich sein. Um langen Bearbeitungszeiten vorzubeugen, empfehlen wir eine zeitnahe Vorbereitung relevanter Dokumente (Punkt 20) und der benötigten Angaben (Punkt 19).

14. Wie und wo stelle ich den Antrag?


Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Das Antragsformular kann auf der Antragswebseite der Kulturprojekte Berlin GmbH (unter: ANTRAG) aufgerufen werden.

Achtung: Zusätzliche Unterlagen in Papierform werden nicht entgegengenommen.

Achtung: Ohne ein fristgerechtes Vorliegen der Einverständniserklärung im Original wird der Antrag nicht berücksichtigt.

Achtung :Das Antragsformular sowie alle Anlagen sind in deutscher Sprache einzureichen.

15. Was ist die Einverständniserklärung?


In der Einverständniserklärung bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer im Antrag gemachten Angaben und erklären sich im Falle der Auslosung Ihrer Bewerbung mit den folgenden Stipendiumsbedingungen einverstanden.

- Die Mittel sind zur Förderung Ihrer künstlerischen Entwicklung bestimmt; verpflichten aber nicht zu einer künstlerischen Gegenleistung.
- Die Namen der ausgelosten Stipendiat*innen werden öffentlich, u. a. im Internet, bekannt gegeben.
- Der*die Antragstellende muss seit dem 11.03.2020 von Corona-bedingten Einkommensverlusten betroffen sein.
- Der Bescheid ergeht unter der Bedingung, dass die vorgeschriebene automatisierte Plausibilitäts- und Sicherheitsüberprüfung, welche die Investitionsbank Berlin (IBB) vor Überweisung durchführen wird, keinen Anlass zu Beanstandungen gibt. Im Falle einer negativen Sicherheitsüberprüfung ist dieser Bescheid gegenstandslos.
- Das Stipendium ist durch den oder die Stipendiat*in dem zuständigen Finanzamt im Rahmen der Einkommenssteuererklärung zu melden, welches die Steuerpflichtigkeit des Stipendiums abschließend prüft.
- Aufgrund der Haushaltslage des Landes kann der Bescheid gemäß §§ 36 Abs. 2 Nr. 3, 49 Abs. 2 Nr. 1 VwVfG ganz oder teilweise widerrufen werden, wenn die entsprechenden Mittel auf Grund haushaltswirtschaftlicher Sperren nicht verfügbar sein sollten.
- Am Ende des Stipendienzeitraums muss der ausgefüllte Evaluationsbogen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Referat I A -Sonderstipendien – Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin vorgelegt werden.
- Die bewilligten Mittel sind zurückzuzahlen, wenn das Stipendium durch falsche Angaben im Antrag erlangt wurde. Das gilt insbesondere dann, wenn die Angaben über die künstlerische oder kuratorische Tätigkeit unrichtig waren oder im Stipendienzeitraum der erste Wohnsitz nicht in Berlin liegt oder wenn der*die Stipendiat*in während des Stipendienzeitraums (sechs Monate nach Ausstellung des Zuwendungsbescheids) mit dem ersten Wohnsitz aus Berlin abmeldet.
- Der*die Antragstellende muss eine selbstständige künstlerische/kuratorische Tätigkeit erwerbsmäßig ausüben. Erwerbsmäßig ist, im Sinne der KSK, jede nachhaltige, auf Dauer angelegte Tätigkeit zur Erzielung von Einkommen.
Der*die Antragstellende darf für das Jahr 2020 keine aus Landesmitteln finanziertes Stipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa oder einer landeseigenen Einrichtung empfangen haben, ebenso darf ihm/ihr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch kein Stipendium aus einem Corona-bedingten Sonderprogramm des Bundes (z.B. NEUSTART KULTUR) gewährt worden sein. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa ist umgehend zu informieren, sollte eine parallele Antragstellunf für ein Stipendium aus Corona-bedingten Sonderprogrammen des Bundes zuerst erfolgreich sein. Es besteht die Verpflichtung, in diesem Fall zuerst das bewilligte Bundesstipendium anzunehmen. Der*die Antragstellende wird dann aus dem weitere Verfahren ausgeschlossen, um eine Doppelförderung zu vermeiden.
Achtung : Die Einverständniserklärung wird mit der Eingangsbestätigung des Antrags per Email zugeschickt. Sie kann außerdem direkt nach erfolgter Antragsstellung auf dem Bestätigungsbildschirm der Antragswebsite heruntergeladen werden. Bitte füllen Sie die Einverständniserklärung sorgfältig aus und unterschreiben Sie diese. Die ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung ist bis zum 16.09.2020, 19 Uhr im Original bei der Kulturprojekte Berlin GmbH persönlich an der Pforte werktags zwischen 8 und 19 Uhr abzugeben oder auf dem Postweg einzureichen:

Kulturprojekte Berlin GmbH - Stichwort: Stipendium - Klosterstraße 68, 10179 Berlin-Mitte

Achtung: Die Einverständniserklärung kann nicht per Email gesendet werden. Auch Kopien sind unzulässig.

16. Erhalte ich eine Bestätigung über den Eingang meiner Einverständniserklärung?


Nein. Aufgrund der Antragslage können wir keine Auskünfte zum Vorliegen eingereichter Dokumente erteilen.

17. Wie läuft das Antragsverfahren ab?


Die Antragstellung erfolgt über ein Online-Antragsformular auf der Webseite der Kulturprojekte Berlin GmbH. Nach erfolgreichem Ausfüllen des Online-Antrages, dem erfolgreichen Hochladen der erforderlichen Unterlagen (mehr dazu unter Punkt 20) sowie dem Absenden des Online-Antrages erhalten Sie eine Eingangsbestätigung und Ihre Einverständniserklärung per E-Mail. Im Rahmen des Antragsprozesses müssen Sie die Einverständniserklärung bis zum 16.09.2020, 19 Uhr im Original bei der Kulturprojekte Berlin GmbH einreichen. Ohne ein fristgerechtes Vorliegen der Einverständniserklärung im Original kann der Antrag nicht berücksichtigt werden. Nur vollständige Anträge werden bearbeitet.

Es werden keine Rückfragen zu eingereichten Anträgen angenommen.

18. Liegt das Antragsformular auch in anderen Sprachen vor?


Das Antragsverfahren wird auf Deutsch durchgeführt. Das Antragsformular liegt nur in deutscher Sprache vor. Es ist mit Hilfe eines Screenreaders lesbar. Die FAQs liegen ab dem 26.08.2020 auch in englischer Sprache vor. Sollte Ihnen eine barrierefreie Bearbeitung des Online-Antragsformulars nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an unser Serviceteam (Punkt 48), das Ihnen in dem Fall gern behilflich ist.

19. Welche Angaben sind im Rahmen der Antragstellung erforderlich?


Zur Bearbeitung des Antrags sind Angaben zu Ihrer Person (Name, Adresse, Geburtsdatum, Nummer von Personalausweis oder Pass, E-Mail, ggf. Website, Geschlecht), eine deutsche Steueridentifikationsnummer, Bankverbindung für ein inländisches eigenes Konto (IBAN, BIC, Kreditinstitut)) sowie die KSK-Mitgliedsnummer bereitzuhalten. Im Antrag muss zudem angegeben werden, ob und in welcher Art öffentliche Förderungen in den letzten 5 Jahren erhalten wurden (sowohl nationale als auch internationale Förderprogramme).

Mit max. 2.000 Zeichen muss im Antrag dargestellt werden, inwiefern das Stipendium für die künstlerische Entwicklung genutzt werden wird. Soll das Stipendium für ein konkretes Vorhaben genutzt werden, kann auch hierüber eine kurze Darstellung erfolgen.

Des Weiteren werden die unter Punkt 20 aufgeführten Unterlagen benötigt.

20. Welche Unterlagen benötige ich?
Sämtliche Unterlagen sind in deutscher Sprache und gut lesbar einzureichen.
1a) für dt. Staatsbürger*innen: Scan jeweils der Vorderseite und der Rückseite des Personalausweises ODER Scan des Passes und der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Anmeldung bis 11.03.2020) (max. 2 MB, pdf-, jpeg-, png-Datei)
1b) für EU-Bürger*innen: Scan des Ausweisdokumentes oder Passes UND Scan der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Anmeldung bis 11.03.2020) (max. 2 MB, pdf-, jpeg-, png-Datei)
1c) für Nicht-EU-Bürger*innen: Scan des Passes UND Scan des Aufenthaltstitels oder der Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht UND Scan der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Anmeldung bis 11.03.2020) (max. 2 MB, pdf-, jpeg-, png-Datei)
2) künstlerisches Portfolio (max. 5 MB, pdf-Datei)
3) tabellarischer Lebenslauf (max. 2 MB, docx-, pdf-Datei)
4) für KSK-Versicherte: Scan der KSK-Mitgliedsbescheinigung ODER jährliche Beitragsabrechnung 2019 UND in jedem Fall Scan eines Kontoauszugs, aus dem eine Beitragszahlung für die Monate März oder April an die KSK ersichtlich ist ODER ein Stundungsbescheid. (max. 2 MB, pdf-, jpeg-, png-Datei)
5) Ggf. Scan jeweils der Vorderseite und der Rückseite des Schwerbehindertenausweises (max. 2 MB, pdf-, jpeg-, png-Datei)

21. Was sollte mein künstlerisches oder kuratorisches Portfolio umfassen?


Das Portfolio enthält Belege Ihrer künstlerischen oder kuratorischen Arbeit und soll eine repräsentative Übersicht Ihrer künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeiten, vor allem der letzten fünf Jahre, seit 01.01.2015, geben. Belege können z. B. die Form von Werk- und Arbeitsproben, Zertifikaten, einer schriftlichen Darstellung der gegenwärtigen Tätigkeiten, Presseausschnitten etc. annehmen. Wichtig ist, dass erkennbar wird, dass Sie sich langfristig (nicht nur vorübergehend) professionell, erwerbsmäßig und selbstständig künstlerisch oder kuratorisch betätigen. Zudem ist eine Auswahl der wichtigsten Veröffentlichungen, sofern vorhanden, beizufügen (Diskographie, Bibliographie, Werkverzeichnis, Aufführungsregister, Webnachweise der Tätigkeit (z.B. Berichte, YouTube etc.)).

Bitte beachten Sie die im System angegebenen Begrenzungen der hochladbaren Datenmenge (max. 5 MB, docx-, pdf-Datei). Das Portfolio ist in deutscher Sprache einzureichen.

22. Welche Informationen sollte mein tabellarischer Lebenslauf (CV) beinhalten?


Der tabellarische Lebenslauf sollte Angaben zur Person, Angaben zur Ausbildung (künstlerisch) und zum künstlerischen Werdegang (auch Preise, Auszeichnungen etc.), eine Auflistung von besonders wichtigen Aufführungen/Konzerten/Produktionen der letzten fünf Jahre (seit 01.01.2015) beinhalten.

Auch hier ist wichtig, dass deutlich wird, dass Sie sich langfristig (nicht nur vorübergehend) professionell, erwerbsmäßig und selbstständig künstlerisch oder kuratorisch betätigen. Der tabellarische Lebenslauf ist in deutscher Sprache einzureichen.

23. Was wird im Rahmen des Stipendiums gefördert?


Das Stipendium dient der künstlerischen und kuratorischen Praxis und Entwicklung. Eine Abrechnung über die konkrete Verwendung der Mittel muss durch die Stipendiat*innen nicht erfolgen.

24. Wann gelte ich als selbstständig?


Selbständig ist die künstlerische oder kuratorische Tätigkeit nur, wenn sie keine abhängige Beschäftigung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses darstellt.

25. Neben meiner künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit gehe ich einer weiteren Tätigkeit nach (geringfügige Beschäftigung etc.). Kann ich mich trotzdem um ein Sonder-Stipendium bemühen?


Eine geringfügige Beschäftigung ist im Rahmen der Stipendiumsbedingungen möglich. Darüber hinausgehende Anstellungsverhältnisse schließen eine Bewerbung um das Stipendium aus.

26. Ich bin Sänger*in und Tänzer*in. Kann ich im Antragsformular mehrere selbstständige Tätigkeiten benennen?


Ja, Mehrfachnennungen sind möglich. Formale Voraussetzung für die Gewährung eines Stipendiums ist die Ausübung einer professionellen, selbstständigen künstlerischen oder kuratorischen Tätigkeit in einer oder mehrerer der genannten Berufsfelder. Beachten Sie jedoch, dass sich jede*r Antragsteller*in nur ein einziges Mal für das Antragsverfahren registrieren darf.

27. Aufgrund der Corona-Krise war ich gezwungen, einer nicht-künstlerischen/nicht-kuratorischen Tätigkeit nachzugehen (im Angestelltenverhältnis oder einem anderen Berufsfeld). Ist es mir möglich, mich um eines der Sonder-Stipendien zu bemühen, um wieder meiner selbstständigen künstlerischen/kuratorischen Tätigkeit nachgehen zu können?


Ja, wenn die künstlerischen/kuratorischen Tätigkeiten nur während der Corona-Krise brachgelegen haben und es sich bei dem Angestelltenverhältnis nicht um eines im künstlerisch/kuratorischen Bereich gehandelt hat.

28. Ich habe im Jahr 2020 bereits ein Stipendium aus den Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa erhalten. Kann ich mich noch einmal bewerben?


Nein. Der Ausschluss gilt für Stipendien, die direkt von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ausgegeben werden, sowie Stipendien von landeseigenen Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Musicboard Berlin. Dies gilt nicht für Stipendien, die zwar aus Landesmitteln finanziert, aber über nicht-landeseigene Einrichtungen ausgegeben wurden (z. B. Alfred-Döblin-Stipendien).

29. Ich habe Mittel aus dem Soforthilfeprogramm II erhalten. Kann ich mich trotzdem für ein Sonder-Stipendium bewerben?


Ja.

30. Wird das Stipendium auch gewährt, wenn ich bereits Fördergelder aus anderen Programmen und Initiativen des Bundes (z. B. Überbrückungshilfen des Bundes etc.) erhalten habe?


Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn die*der Antragstellende im Jahr 2020 bereits ein Stipendium aus Corona-bedingten Sonderprogrammen des Bundes erhalten hat.
Sollte der*die Antragstellende sich parallel für ein Stipendium aus einem Corona-bedingten Sonderprogramm des Bundes bewerben, gilt: Es ist das Stipendium anzunehmen, das zuerst bewilligt wird (hier gilt das Datum des Bewilligungsbescheids oder anderer vertraglicher Abschlüsse zur Förderung). Eine Doppelförderung ist auszuschließen. D.h.
a) erfolgt zuerst eine Bewilligung durch SenKultEuropa, ist der Förderer, bei dem parallel beantragt wurde, zu informieren.
b) erfolgt zuerst eine Bewilligung aus einem Bundesprogramm, ist SenKultEuropa zu informieren. Der Antrag wird dann bei SenKultEuropa nicht mehr berücksichtigt.

31. Ich erhalte Sozial-/Transferleistungen (Arbeitslosengeld I, Sozialleistungen nach SGB II, Grundsicherung, Wohngeld). Kann ich mich trotzdem um ein Sonder-Stipendium bemühen?


Sofern neben Mitteln aus dem Stipendien-Sonderprogramm Transferleistungen bezogen werden, ist durch die*den Stipendiat*in mit der für die jeweilige Transferleistung zuständigen Behörde (zum Beispiel Jobcenter / Agentur für Arbeit) zu klären, inwiefern der nach diesem Sonder-Programm gewährte Zuschuss dort gegebenenfalls als Einnahme gewertet und angerechnet wird.

32. Findet im Rahmen des Antragsverfahrens eine Vermögensprüfung statt? Muss ich meine Ersparnisse aufbrauchen, bevor ich mich um ein Sonder-Stipendium bewerben kann?


Nein. Eine Vermögensprüfung findet im Rahmen des Antragsverfahrens nicht statt. Im Rahmen des Antrags müssen Sie jedoch versichern, dass Sie maßgebliche Corona-bedingte Einnahmeausfälle hatten.

33. Kann ich das Sonder-Stipendium auch für Lebenshaltungskosten, wie z.B. Mietzahlungen verwenden?


Ja, wenn dies der Aufrechterhaltung der eigenen künstlerischen/kuratorischen Praxis dient.

34. Wird das Sonder-Stipendium besteuert?


Das Stipendium ist durch den oder die Stipendiat*in dem zuständigen Finanzamt im Rahmen der Einkommenssteuererklärung zu melden, welches die Steuerpflichtigkeit des Stipendiums abschließend prüft. Die Umsatzsteuerpflicht ist ebenfalls in Absprache mit dem zuständigen Finanzamt abschließend zu prüfen.

35. Ich möchte mich um eine Aufstockung des Stipendiums für Assistenzkosten/Accesskosten bemühen. Wie und wo mache ich das?


Eine Beitragsaufstockung kann im Rahmen von 100 € - 800 € monatlich erfolgen. Es handelt sich um Assistenzkosten für: Kommunikationsassistenz/Dolmetscher*in (Deutsche Gebärdensprache), Mobilitätsassistenz, Blindenassistenz, Taubblindenassistenz etc.

Art und Umfang unterstützender Maßnahmen sind im Antrag anzugeben.

36. Wer entscheidet über die Vergabe der Sonder-Stipendien?


Die Stipendien werden nach erfolgreicher formaler Prüfung im Losverfahren vergeben. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel werden bis zu 2.000 Stipendien verlost. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

37. Wie werde ich über das Ergebnis der Auslosung informiert?


Die Namen der Stipendiat*innen werden in einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und auf der Antragswebseite der Kulturprojekte Berlin GmbH veröffentlicht. Sollten Sie ausgelost worden sein, wird Ihnen nach Vorliegen der übrigen Voraussetzungen ein entsprechender Stipendienbescheid postalisch übersandt.

38. Wann erfahre ich, ob ich ausgelost worden bin?


Die Anträge werden schnellstmöglich bearbeitet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund der Antragslage kein verbindlicher Termin für die Bekanntgabe der ausgelosten Stipendiat*innen genannt werden kann. Ziel ist die Bekanntgabe der Stipendiat*innen zu Mitte Oktober 2020.

39. Wie erfolgt die Auszahlung der Stipendien?


Die Auszahlung der einmaligen Festbeträge von 9.000 € (ggf. gewährter zusätzlicher Mittel für Assistenz- und Accesskosten) erfolgt durch die Investitionsbank Berlin (IBB) nach Durchführung einer automatisierten Plausibilitäts- und Sicherheitsprüfung voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November auf das im Antrag genannte eigene Konto.

40. Benötige ich ein eigenes deutsches Konto, um ein Sonder-Stipendium ausgezahlt zu bekommen?


Ja.

41. Benötige ich eine deutsche Steueridentifikationsnummer, um mich für ein Sonder-Stipendium bewerben zu können?


Ja. Im Antragsformular ist die Angabe der Steueridentifikationsnummer, nicht der Steuernummer nötig.

42. Ich wurde für ein Sonder-Stipendium ausgelost. Muss ich einen Sachbericht über die Verwendung der Mittel anfertigen und was muss dieser enthalten?


Nach Abschluss der Stipendienlaufzeit ist ein formloser Sachbericht zu erstellen. Dieser ist der Senatsverwaltung für Kultur und Europa unaufgefordert am Ende des Bewilligungszeitraumes vorzulegen. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa kann die Verwendung des Sonder-Stipendiums bei Vermutung zweckfremder Nutzung prüfen.

Im Sachbericht ist darzustellen, inwiefern das Stipendium für die künstlerische und kuratorische Entwicklung genutzt wurde. Über die konkrete Verwendung der Mittel muss kein Nachweis erbracht werden. Ein entsprechender Vordruck geht den ausgelosten Stipendiat*innen rechtzeitig vor Ende des Stipendienzeitraums per E-Mail zu.

43. Ich habe kein Stipendium erhalten oder qualifiziere mich nicht für eine Bewerbung. Welche Alternativmöglichkeiten gibt es?


Bitte informieren Sie sich auf den Seiten der Senatsverwaltung für Kultur und Europa über weitere Fördermöglichkeiten auf Landesebene. Sie können sich auch an das Berliner Beratungszentrum für Kulturförderung und Kreativwirtschaft Kreativ Kultur Berlin von Kulturprojekte Berlin wenden. Hier werden regelmäßig Beratungen und Informationsveranstaltungen angeboten. Der Kulturförderpunkt bietet zudem einen speziellen Überblick an aktuellen Fördermöglichkeiten auch auf Bundesebene mit dem Förderfinder.

44. Ich habe versehentlich einen Fehler bei der Bearbeitung meines Antrages gemacht, diesen aber bereits abgeschickt. Kann ich Angaben nachträglich selbst korrigieren?


Nein. Wenden Sie sich bitte per E-Mail ( stipendium@kulturprojekte.berlin) an das Service-Team. Bitte schildern Sie darin den Korrekturbedarf. Ein Antrag kann in jedem Fall nicht zwei Mal gestellt werden.

45. Kann ich meine Angaben zwischenspeichern und die Antragstellung zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen?


Ja. Die Bearbeitung des Antragsformulars kann zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Der Browser speichert Ihre eingegebenen Angaben automatisch. Sie können sich beim Ausfüllen des Antrags innerhalb des Antragszeitraums unbegrenzt Zeit lassen.

46. Ein Zugriff auf den Online-Antrag ist temporär nicht möglich. Was mache ich jetzt?


Versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Wenden Sie sich ggf. über die Hotline oder per E-Mail an unser Serviceteam.

47. Ich habe keine Bestätigung per E-Mail erhalten. Ist der Antrag angekommen?


Bitte prüfen Sie zunächst auch Ihr SPAM-Postfach. Sollte auch dort keine Bestätigungs-E-Mail eingegangen sein, wenden Sie sich bitte an die Hotline oder per E-Mail an das Serviceteam.

48. Wo und wie erhalte ich Hilfe bei der Antragstellung?


Wenden Sie sich zur Beantwortung von speziellen Fragen, die sich nicht über die FAQs beantworten lassen, an die Hotline unseres Serviceteams: 030/24 749 800 . Infozeiten: Montag bis Freitag, 25.08.-11.09.2020, von 9 bis 18 Uhr. Fragen per E-Mail können über unsere Kontaktadresse gestellt werden: stipendium@kulturprojekte.berlin

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