10 JAHRE BERLINER OFFENSIVE KULTURELLE BILDUNG

28. September 2016, ab 14 Uhr im Podewil Workshops und Abschlussplenum

Der wachsende Stellenwert Kultureller Bildung in den Kultur- und Bildungseinrichtungen ist ein zentrales bildungs- und kulturpolitisches Ziel in Berlin. Zum Jubiläum laden Kulturprojekte Berlin und der Rat für die Künste Akteure aus den Bereichen Kunst/Kultur, Bildung und Jugend sowie Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik ein. Die Ergebnisse aus vier Workshops und dem Abschlussplenum sollen in die anstehenden Koalitionsverhandlungen einfließen. Sie werden am Folgetag zusammengefasst und bekannt gegeben. Eine Forderung an die Berliner Politik und Verwaltung könnte lauten, weitere Ressorts (z. B. für Stadtentwicklung und Integration) für die Belange der Kulturellen Bildung zu gewinnen. Kulturelle Bildung in Berlin kann auf mannigfaltige praktische Erfahrungen verweisen, wie Partizipation und Mitsprache von Anfang an gelingen können.

Anfahrt: U2, Klosterstraße 68
Workshops und Abschlussplenum: ab 19 Uhr

BERLINER OFFENSIVE KULTURELLE BILDUNG – EIN RÜCKBLICK

Kunst und Kultur stehen – wie kaum ein anderes politisches Ressort – stets auf dem Prüfstand hinsichtlich ihrer Relevanz in einer sich wandelnden und divers entwickelnden Stadtgesellschaft. Partizipative Kunstformen und Projekte der Kulturellen Bildung sind auch Gradmesser für die Entwicklung in den Künsten. Vor zehn Jahren startete der Rat für die Künste im Ballhaus Naunynstraße die BERLINER OFFENSIVE KULTURELLE BILDUNG. Ein Aufschlag, der bis heute nachhaltig in die Stadt und andernorts ausstrahlt. Das „Berliner Modell“ der Tandem-Kooperationen zwischen Einrichtungen aus den Bereichen Kunst/Kultur und der schulischen bzw. außerschulischen Bildung entstand. Die zuständigen Ressorts Kultur, Bildung und Jugend begleiteten die Arbeit auf Verwaltungsebene.


Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung als zentrales landesweites Förderinstrument 
Zwei Jahre später wurde unter dem Dach von Kulturprojekte Berlin der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung für innovative, lokale und stadtweite Kooperationsprojekte der Kulturellen Bildung eingerichtet. Begleitende Informations-, Austausch- und Qualifizierungsangebote und die gemeinsam mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung entwickelte Internetplattform „Kubinaut - Navigation Kulturelle Bildung“ garantieren seither den Transfer von Ergebnissen und Erfahrungen der Projektarbeit.

Diversität als Prinzip
Rund 100 000 Berliner Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wurden seit 2007 in über 2 000 temporären Projekten bzw. mehrjährigen Programmen an 60% aller Berliner Schulen sowie im Rahmen außerschulischer Projekte erreicht. Kinder und Jugendliche, die sich von herkömmlichen Angeboten der Berliner Kunst- und Kultureinrichtungen nicht angesprochen fühlen, stehen im Vordergrund. Daher ist die Berücksichtigung von Diversität maßgeblich bei der Weiterentwicklung des Fonds. 

Struktur in der Kulturellen Bildung

Über Jahre gewachsene Partnerschaften, wie z. B. zwischen dem Marcel-Breuer-Oberstufenzentrum und dem Werkbundarchiv/Museum der Dinge, bilden stabile Strukturen, auf die bundesweite Programme wie "Kulturagenten für kreative Schulen" aufbauen. Die Partnerschaftsprogramme TUSCH – Theater und Schule, TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen, Erzählzeit und die jüngste Initiative SING! hinterlassen nachhaltige Spuren in der Berliner Schullandschaft und bei den Kunst- und Kultureinrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern. Diese im Projektfonds entwickelten Formate werden inzwischen aus dem regulären Haushalt finanziert. Das berlinweit agierende KinderKünsteZentrum in Neukölln und das Berliner Kooperationsprogramm TUKI – Theater und Kindergarten stärken die frühkindliche Kulturelle Bildung.

Auf Bezirksebene stehen die in fast allen Berliner Bezirken eingerichteten Jugendkunstschulen für eine gelungene Struktur, die Lehrpersonal und eigene Programmmittel umfasst.

Aktualisiertes Rahmenkonzept Kulturelle Bildung 
Die Grundlage für diese erfreulichen Entwicklungen bildet das Rahmenkonzept Kulturelle Bildung, das auf die Initiative von 2006 zurückgeht. Dieses Konzept wurde auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen, gegenwärtiger Herausforderungen und des zukünftigen Bedarfs umfassend überarbeitet. Das aktualisierte Rahmenkonzept liegt den zuständigen Senatsverwaltungen zur Mitzeichnung vor und wird im neu gewählten Berliner Abgeordnetenhaus als Beschlussvorlage zur Diskussion gestellt.


Kontakte für Rückfragen
Kulturprojekte Berlin
Arnold Bischinger (Leiter Kulturelle Bildung)
Tel.: 030 - 247 49 80
E-Mail: a.bischinger@kulturprojekte-berlin.de

Rat für die Künste
Andreas Altenhof
Tel.: 030 - 688907-12
E-Mail: altenhof@neukoellneroper.de

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