Berlin wird das 30-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls vom 4. bis zum 10. November 2019 mit einer großen Festivalwoche begehen – und die Stadt damit in ein einzigartiges Open-Air-Ausstellungs- und Veranstaltungsgelände verwandeln.

An sieben Originalschauplätzen, die jeweils stellvertretend für wichtige Ereignisse der Geschichte von 1989/90 stehen, verwandelt sich die Stadt in eine Bühne unter freiem Himmel: Am Alexanderplatz, am Kurfürstendamm, der Gethsemanekirche, dem Schlossplatz, am Brandenburger Tor, der East Side Gallery und in der ehemaligen Stasi-Zentrale lassen eindrucksvolle Inszenierungen in Form von Projektionen aus historischen Bildern, Animationen und Soundinstallationen die Besucher*innen in die Zeit von 1989 und 1990 eintauchen.

Geschichte als dezentrale Inszenierung erlebbar

Neben dem Gedenken an die Opfer der SED-Diktatur und an die Teilung der Stadt an der ehemaligen innerstädtischen Grenze lädt die dezentrale Stadtinszenierung mit einem vielfältigen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ein, die historischen Ereignisse der Friedlichen Revolution zu erleben: von den Anfängen in Mittel- und Osteuropa, der Fluchtwelle ab Frühsommer 1989 über die DDR-weiten Proteste und Demonstrationen sowie dem Mauerfall im Herbst bis hin zur Stürmung der Stasi-Zentrale und den ersten freien Wahlen in der DDR im März 1990. Museen, Gedenkstätten, Vereine, Bildungseinrichtungen, Initiativen und Künstler*innengruppen sind eingeladen, an diesem vielfältigen Programm mitzuwirken und so eine Brücke von damals zu heute zu schlagen.  
An den Orten erwartet die Besucher*innen ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm aus Konzerten, Podiumsdiskussionen, Zeitzeug*innengesprächen, Lesungen und Filmvorführungen, die zum Zuhören und Mitreden einladen.

„Wer war dabei?“ – Zeitzeug*innen gesucht

Sieben Open-Air-Ausstellungen an den Originalschauplätzen verbinden die Orte und beleuchten die Geschichte von vor 30 Jahren authentisch und anschaulich. Dazu sucht Kulturprojekte Menschen, die die historischen Ereignisse 1989 live und vor Ort an den verschiedenen Schauplätzen miterlebt haben. Mit dem Aufruf „Wer war dabei?“ sollen ihre Geschichte(n), ihre Erlebnisse, Erinnerungen und Einschätzungen fester Bestandteil der Feierlichkeiten werden.  

Konzert als Höhepunkt der Festivalwoche

Am Abend des 9. November präsentiert Berlin den Höhepunkt der Festivalwoche: nationale und internationale Künstler*innen, deren Sound oder Geschichten mit den Ereignissen von 1989/90 verbunden ist, zeigen in einem gemeinsamen Programm, warum die Friedliche Revolution so wichtig war.

Filmprojekt für alle Berliner Schüler*innen

Im Rahmen des Projekts „Aus Mut gemacht!“ sind alle jungen Menschen in Berlin aufgerufen, sich kreativ mit dem Mauerfall und der Friedlichen Revolution zu beschäftigen und mit einem selbstproduzierten Video einen Beitrag zum Festivalprogramm zu leisten. „Was ist Mut?“ – mit dieser Leitfrage werden die Jugendlichen auf die Reise in die Vergangenheit geschickt und angeregt, sich mit der jüngsten Geschichte Berlins, ihrer Eltern oder Freund*innen auseinanderzusetzen und zu erkennen, welche Bedeutung sie für sie selbst hat. Die Einreichungen werden im Rahmen der Festivalwoche vom 4. bis 10. November an den zentralen Ausstellungsorten präsentiert.

Mehr Informationen zum Filmprojekt „Aus Mut gemacht!“ und zur Anmeldung finden Sie hier auf der Projektseite.

Eigene Veranstaltung als Event anmelden

Ab August 2019 findet sich auf der Website mauerfall30.berlin neben allen wichtigen Informationen zur Festivalwoche auch der zentrale Veranstaltungskalender für alle Events rund um das Thema „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“, der einen Überblick über die vielfältigen Angebote in Berlin geben wird. Veranstalter*innen können bereits jetzt ihre eigenen Beiträge, die zwischen dem 13.08.2019 und 15.01 2020 stattfinden, anmelden und in den Kalender aufnehmen lassen.

Ein Gesamtprojekt der Kulturprojekte Berlin GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. In Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer, dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Robert-Havemann-Gesellschaft und vielen weiteren Partnern.

Kontakt

Antonia Sobik, Projektkoordination 30 Jahre Friedliche Revolution - Mauerfall

Susanne Galle, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Oskar Alpen, Sponsoring und Kooperationen 30 Jahre Friedliche Revolution - Mauerfall


Für allgemeine Anfragen zur Kommunikation wenden Sie sich gerne an:

Für Zeitzeug*innenanfragen wenden Sie sich gerne an:
Dr. Monika Schmidt, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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