Am 8. Mai 2020 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. Der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus war Anlass, das Projekt „75 Jahre Kriegsende“ – eine digitale Zeitreise in den Frühling 1945, die an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und deren Folgen ebenso erinnert wie an die Verdienste der Alliierten, die dem NS-Terror ein Ende setzten.

Die digitale Themenwoche „75 Jahre Kriegsende“ fand vom 2. bis zum 8. Mai statt und spannte den Bogen vom Tag der Kapitulation Berlins am 2. Mai bis zum Sieg der Alliierten über Nazideutschland am 8. Mai 1945. Eine virtuelle Ausstellung, eine Podcastreihe sowie eine Augmented-Reality-App wurden dafür veröffentlicht. Die Themenwoche inklusive einer stadtweiten Kampagne erreichte mehrere Hunderttausend Menschen. Der 8. Mai, den das Land Berlin im Jahr 2020 einmalig zum gesetzlichen Feiertag erklärte, bot gleichzeitig die Gelegenheit, eine unmissverständliche Botschaft gegen Faschismus und Krieg und für Frieden zu setzen. Am Abend des 8. Mai wurde das Brandenburger Tor mit dem Schriftzug „Danke“ in verschiedenen Sprachen angestrahlt. Mit der Projektion hat Berlin eine Botschaft gesendet und den Alliierten für die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus gedankt.

Aufgrund der großen Nachfrage wird die virtuelle Ausstellung „Nach Berlin“ bis zum 31. Juni 2021 verlängert  und weiter auf www.75jahrekriegsende.berlin erlebbar sein. Die Podcastreihe „Nach Berlin" und die Augmented-Reality-App „Augmented Berlin“ sind zeitlich unbegrenzt bei Spotify und Apple Podcasts bzw. als Download im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar.

Die Inhalte der Ausstellung, ihre Themenschwerpunkte, Essays und Bilder können auch in der  erschienenen Publikation „Nach Berlin. Das Ende des Zweiten Weltkriegs – Alltag, Politik, Folgen“ entdeckt werden. Auf 248 Seiten mit 189 meist großformatigen Bildern schildern Expert*innen, was in den letzten Tagen des Krieges in Berlin und Europa geschah und wie das Kriegsende zentraler Bezugspunkt globaler politischer Ordnung und der Erinnerungskultur wurde. Begleitet werden die Kapitel durch Stimmen von Zeitzeug*innen.

Teil der Themenwoche war eine berlinweite Plakatkampagne. Bilder vom zerstörten Berlin 1945 wurden mit den Headlines „Am Anfang war die Wahl“, „Willst Du, was du wählst?“ und „Eine Wahl und ihr Ergebnis“ kontrastiert. Sie verdeutlichen, dass demokratische Wahlen den Weg in die Diktatur des Nationalsozialismus geebnet haben und es in der Verantwortung aller liegt, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.

Wir als Kulturprojekte Berlin reagierten mit dem Digitalprojekt auf die aktuelle Situation und brachten das Thema nicht wie gewohnt auf die Straße, sondern zu den Menschen nach Hause. Geschichte, Begegnung und eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Kriegsendes wurden so auch in Zeiten von Corona-Krise und Social Distancing leicht zugänglich gemacht.

Das Projekt entstand in Kooperation von Kulturprojekte Berlin mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, unterstützt von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Es wurde realisiert in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, unter anderem der Stiftung Topographie des Terrors, dem AlliiertenMuseum und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Ermöglicht wurde es aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin und mit Unterstützung der Berliner Sparkasse.

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