Die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH wurde vom Berliner Senat beauftragt, die Berlin Ausstellung im Humboldt Forum zu realisieren. Seit März 2015 entwickelt sie dieses kulturelle Großprojekt im neu erbauten Humboldt Forum, das die Stelle zweier repräsentativer politischer Bauten, das ehemalige Stadtschloss und der Palast der Republik, einnimmt. Kulturprojekte Berlin ist für die Produktion der Ausstellung, die Kommunikation sowie – gemeinsam mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin – die Vermittlung inklusive Barrierefreiheit und Inklusion verantwortlich. Im Februar 2016 wurde Paul Spies vom Berliner Senat als Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin bestellt und zum Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum ernannt. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet Paul Spies die thematische und inhaltliche Konzeption der Berlin Ausstellung. Ein wissenschaftlicher Berater*innenkreis sowie der Dialog mit Vereinen, Initiativen, Interessenvertretungen und Institutionen begleiten den Prozess kontinuierlich. Die Berlin Ausstellung im Humboldt Forum wird perspektivisch nach Eröffnung als sechster Standort in das Stadtmuseum Berlin eingegliedert.

BERLIN AUSSTELLUNG: BERLIN IN VERBINDUNG MIT DER WELT

Die Ausstellung wird im ersten Stock, der Beletage, des Humboldt Forums ab Herbst 2020 zu sehen sein. Auf 4.000 Quadratmetern widmet sie sich dem Beziehungsgeflecht zwischen Berlin und der Welt. Globalisierung, gesellschaftlicher Wandel und internationale Transferprozesse verändern das Leben in den Städten weltweit. Aus dieser Perspektive nimmt die Ausstellung historische und gegenwärtige Entwicklungen in den Blick, die Berlin mit der Welt verbinden. Einzelne Themen und Erzählungen zu Revolution, Krieg, Mode, Vergnügen, Grenzen, Freiraum und Verflechtung stehen dabei im Fokus. Erfahrungen aus Gesprächen und Workshops mit in Berlin lebenden Menschen jeglicher Herkunft, mit Initiativen, Vereinen und Institutionen fließen in diese Betrachtung ein. Daraus entsteht eine Vielfalt an Stimmen und Geschichten, die mitunter Unbekanntes und Überraschendes hervorbringt. Besucher*innen werden dazu eingeladen, die Ausstellung mittels partizipativer, medialer und interaktiver Formate um ihre Erfahrungen zu erweitern. Raumgreifende Installationen, Projektionen und originale Objekte lassen die Erzählungen mit allen Sinnen erfahrbar werden.

DAS HUMBOLDT FORUM: LEBENDIGER ORT DER VERNETZUNG, VERMITTLUNG UND PARTIZIPATION

Mit der Berlin Ausstellung, dem Humboldt Labor (Humboldt-Universität zu Berlin), den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst (Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz), der Geschichte des Ortes sowie zahlreichen Sonderschauen und Veranstaltungen entsteht im Humboldt Forum unter Federführung der Stiftung Humboldt Forum ein neues kulturelles Stadtquartier in Berlins Mitte. Das Humboldt Forum versteht sich als Ort des Erlebens, des Lernens und der Begegnung und gewährt seinen Besucher*innen übergreifende Einblicke in die Kunst und Kulturen der Welt und regt zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an. Die Berlin Ausstellung positioniert sich räumlich wie inhaltlich als Bindeglied im Humboldt Forum: Sie verknüpft die Kulturen der Welt in den Obergeschossen mit der Stadt Berlin – ihrer Internationalität, Vergangenheit und Gegenwart.

ERSTE INHALTE ZEIGEN CHARAKTER DER BERLIN AUSSTELLUNG

Das Humboldt Forum wird ab Herbst 2020 sukzessive eröffnen. Um schon im Vorfeld die thematische Vielfalt und innovative Form der Präsentation erlebbar zu machen, wurden drei ausgewählte Inhalte der Berlin Ausstellung begleitend zum Aufbau der Ausstellung vorab der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie wecken die Neugier auf das, was bald im Humboldt Forum zu sehen sein wird:

Die Tresortür sicherte einst die Bankfächer im Untergeschoss des Wertheim Kaufhauses und markierte nach der Wende den Eingang zum legendären Technoclub „Tresor“. Dieses Exponat erzählt gleichzeitig sehr unterschiedliche Geschichten über Berlin: Die Tür steht für jüdisches Leben und die Verfolgung und Vernichtung von jüdischen Mitbürger*innen während des Nationalsozialismus, aber auch für die Freiräume und Grenzen der Clubkultur heute. Weitere Infos hier.

Die Kunstaktion und Skulptur „SORRYFORNOTHING“ von Philip Kojo Metz stellt den ersten Beitrag zur Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit im Rahmen der Berlin Ausstellung dar. Der Künstler markiert mit seiner Arbeit die Leerstelle im öffentlichen Gedenken an die Kolonialkriege und seine Opfer. Er fordert einen kritischen Umgang mit der deutschen Kolonialpolitik des Kaiserreichs, deren Geschichte bis in die Gegenwart reicht. Weitere Infos hier.

Das dritte Exponat der Berlin Ausstellung, das im Vorfeld der Eröffnung vorgestellt wurde, ist das 360-Grad-Kunstwerk „Weltdenken“, ein großformatiges Wandbild von insgesamt 375 Quadratmeter, das den Eröffnungsraum der Berlin Ausstellung illustriert. Thema des Wandbildes, das das New Yorker Urban-Artist-Duo How and Nosm erstellt hat, ist das Leitmotiv der Ausstellung: Berlin und seine Verbindungen mit der Welt. Die Künstler beschäftigen sich dazu auf vier Wänden mit verschiedenen Weltbildern mit historischen Bezügen und der Vision einer vernetzten Welt.Weitere Infos hier.

Dem Kurator*innenteam unter der Leitung  des Chef-Kurators Paul Spies gehören neben Brinda Sommer (Leitung Kurator*innenteam) die sechs Kurator*innen Dr. Frauke Miera, Dr. Lorraine Bluche, Martin Düspohl, Idil Efe, Dr. Daniel Morat und Peter Schwirkmann (bis Mai 2019) sowie ein Team wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen an.

Download Konzept der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum

Download Flyer der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum

Weitere Informationen unter:
stadtmuseum.de/humboldt-forum

Kontakt

Simone Leimbach, Leitung Abteilung Ausstellungen & Veranstaltungen

Clara von Schell, Projektmanagement Berlin Ausstellung im Humboldt Forum

Franziska Schönberner (Freie Mitarbeiterin), Presse Berlin Ausstellung im Humboldt Forum

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