Die Ausstellung bot 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges einen Überblick zur Kunstproduktion während der deutschen Teilung aus internationaler Sicht mit Positionen deutscher Kunst zwischen Kriegsende und Fall der Mauer. Die Schau umfasste etwa 300 Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videos, Installationen und Bücher von 120 Künstlern. Der Rundgang gliederte sich in vier Zeitabschnitte und begann mit der Frage nach Kontinuität oder Neubeginn 1945.

Im ersten Teil zeigte sie die Abstraktion aus der Schule der Bauhausmoderne in Konfrontation mit Totentänzen, Sterbenden Kriegern und Ruinenbildern. In den 50er-Jahren war der unerschütterliche Held der Zukunft das Sujet des Sozialistischen Realismus, während die informelle Malerei Ausdruck des befreiten Subjekts sein wollte. In den 60er-Jahren begann in beiden deutschen Staaten die Auseinandersetzung mit dem Trauma der Vergangenheit. Der Kapitalistische Realismus, inspiriert durch die angloamerikanische Pop art, wird die Kunst des Wirtschaftswunders. Neue Medien, Fluxus, Happening und Körperkunst verflüssigen den statischen Kunstbegriff. Der linke Künstler tritt auf und visualisiert die „Richtkräfte einer neuen Gesellschaft“ (Joseph Beuys, 1975). Die Gegenwart der Vergangenheit thematisierten Maler wie Georg Baselitz und Anselm Kiefer, aber auch Bernhard Heisig und Werner Tübke. In den 80er-Jahren wagte eine Generation sarkastisch den Sprung aus der Geschichte und stellte alle Ideologien in Frage. Mit der nonkonformen Kunst in der DDR und der zwischen Dresden und Westberlin entstandenen Bildschaukel „Gefrorene Glieder brechen leicht“ von Via Lewandowsky endete die Ausstellung. Auf der Rückseite grüßte der Künstler mit bandagierter Hand: Gerade noch einmal davongekommen!

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