In Berlin endete der Zweite Weltkrieg am 2. Mai 1945. Übrig blieben eine zerstörte Stadt und noch sechs Tage, bevor die Wehrmacht endgültig kapitulierte. Krieg und NS-Herrschaft hatten tiefe Spuren hinterlassen – im Stadtbild wie in der Gesellschaft. Hier lebten Berliner neben Soldaten, verschleppten Zwangsarbeitern, untergetauchten und aus den KZs befreiten Verfolgten des NS-Regimes, aber auch Flüchtlingen. Wie diese Gesellschaft ihr Leben und Überleben nach der deutschen Kapitulation organsierte, zeigte das Projekt „Mai ʼ45 – Frühling in Berlin“.
Open-Air-Ausstellungen an sechs hochfrequentierten Orten thematisierten den Alltag zwischen Krieg und Frieden. Am Brandenburger Tor, Lustgarten, Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Joachimsthaler Platz und Wittenbergplatz zeigten großformatige historische Fotos eben diese Plätze im Frühling 1945.

Daneben gab und gibt es viele Orte neu oder wiederzuentdecken, die mit der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte verbunden sind. Der Berliner Unterwelten e.V. erkundete auf einer Sondertour sichtbare und versteckte Kriegsspuren. Im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst findet sich der authentische Ort der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist die zentrale Holocaustgedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen Opfer des Holocaust.

Audiowalk auf Berliner Trümmerbergen
Speziell für Schulklassen konzipierten wir ungewöhnliche Entdeckungstouren auf drei Berliner Trümmerberge, den Volkspark Prenzlauer Berg (Oderbruchkippe), den Insulaner in Schöneberg und die Humboldthöhe im Wedding. Ausgestattet mit MP3-Playern, hörten die Teilnehmer Biografien von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Die Touren richteten sich besonders an Jugendliche, die in authentischen Schilderungen vom Alltag ihrer Altersgefährten vor 70 Jahren erfuhren.

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