2020 ging als Jahr der Corona-Pandemie in die Geschichte ein. Aber auch die Klimadebatte hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Wissenschaftler*innen wurden zum wichtigen Absender für Fakten und Informationen und damit zu zentralen Playern in der öffentlichen Diskussion um politische Entscheidungen und gesellschaftliches Handeln. Ihre Forschungen und Erkenntnisse prägen unseren Alltag in allen Lebensbereichen.

Berlin als deutsche Hauptstadt, politisches Zentrum und Standort zahlreicher Spitzeneinrichtungen der Wissenschaft und Forschung – wie der Charité, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie zahlreicher Hochschulen – leistet einen zentralen Beitrag zu diesen Debatten. Auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Wissenschaftssenators Michael Müller kommen für das Gemeinschaftsvorhaben „Wissensstadt Berlin 2021“ in Berlin ansässige Institutionen zusammen und nutzen dieses Momentum, um die Stadt ganz ins Zeichen der Wissenschaften zu setzen und über grundlegende Fragen in den direkten öffentlichen Austausch mit der Gesellschaft zu treten. Denn: Berlin will’s wissen!

Welchen Einfluss nimmt die Wissenschaft auf unsere tägliche Lebensrealität und wie profitiert jede*r Einzelne davon? Wie kommen Wissenschaftler*innen zu belastbaren Aussagen? Welchen Beitrag leistet Berlin als traditionsreicher Forschungs- und Wissenschaftsstandort zu einer nachhaltigen Entwicklung im Klimaschutz, der Gesundheitsforschung und damit zum gesellschaftlichen Zusammenhalt/-leben? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen diesen großen Themen unserer Zeit und wie zahlt die digitale Transformation darauf ein?

Für das Gemeinschaftsprojekt Wissensstadt Berlin 2021 schließen sich unter anderem die größten und renommiertesten Berliner Institutionen und Akteur*innen aus Wissenschaft und Forschung zusammen. Über das Jahr verteilt richten sie berlinweit über 100 eigene und gemeinsame Projekte aus – im digitalen Raum, in den Institutionen selbst, genauso wie im Stadtraum. Von Vorträgen und Workshops über Performances und Podcasts bis hin zu einer zentralen Open-Air-Ausstellung am Roten Rathaus laden die Veranstaltungen zum Mitmachen ein und informieren zu neuesten Ansätzen und innovativen Lösungen.

Damit öffnen die Berliner Einrichtungen sich und ihre Forschung einem breiten Publikum und beweisen einmal mehr, dass die Wissenschaftsmetropole vielseitig, interdisziplinär, weltoffen und innovativ ist. Sie schaffen Transparenz und Vertrauen – in die Wissenschaften selbst, aber vor allem auch in die Leistungen der lokalen Institutionen, die Berlin zu einem der spannendsten und facettenreichsten Wissenschaftsstandorte Europas machen.

Einen weiteren Anlass für das Projekt stellen die 200. Geburtstage des Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz sowie des Arztes und Politikers Rudolf Virchow dar. Beide bewegten sich schon im 19. Jahrhundert im Spannungsfeld aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und haben mit ihren Erkenntnissen Grundsteine in diversen Forschungsfeldern der Medizin, Physik, Physiologie, Pathologie und Anthropologie gelegt. Sie trugen aber auch als Praktiker zur nachhaltigen
Stadtentwicklung bei, waren an wegweisenden Fortschritten wie der Kanalisation und der Straßenbahn beteiligt und zeigten so, dass die großen Fragen nicht von der Wissenschaft allein, sondern nur im Zusammenwirken mit Politik und Gesellschaft angegangen werden können.

Kulturprojekte Berlin bündelt und kommuniziert das Gemeinschaftsprojekt mit den verschiedenen Vorhaben und realisiert zudem weitere zentrale Formate wie die
Open-Air-Ausstellung und Begleitprogramme, um das Interesse einer breiten Öffentlichkeit zu wecken und eine Vielzahl an Besucher*innen sowie Aufmerksamkeit für die Wissensstadt Berlin 2021 zu gewinnen.

Das Projekt wird ermöglicht aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin.

Kontakt

Antonia Sobik, Projektkoordination

Jessica Fielenbach, Kommunikationsmanagement

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